Spiel, was du siehst!

Spiel, was du siehst!

  • Posted by Katharina Gmeinwieser
  • On 27. Januar 2016

Stille Post mit Szenen

von Katharina Gmeinwieser, Mirona Stanescu
Zeitbudget: 10 – 45 Minuten
Schwerpunkte: NUR Theater
Sprachkenntnisse: Grundkenntnisse
Mehrsprachig: Nein
Gruppengröße: Ab 9 Personen

Lernziele

  • Wahrnehmung des Gespielten
  • Raten
  • Pantomimisches Spiel
  • Reproduktion

Überblick

Die Teilnehmenden bilden Kleingruppen und improvisieren eine Szene, die sie nach dem Stille-Post-Prinzip einem Publikum und einer weiteren Kleingruppe vorspielen. Diese spielt die Szene dann wiederum einer weiteren Kleingruppe vor, die bisher vor der Tür gewartet hat - immer mit dem Ziel die Szene möglichst genau wiederzugeben.

Vorausgehende Übungen

Voraussetzungen:

Bei dieser Übung ist es von Vorteil, wenn die Teilnehmenden bereits einige Erfahrungen im Improvisieren von kurzen Szenen und mit dem pantomimischen Spiel haben. Außerdem sollte ihnen ‘Status’ ein Begriff sein, damit die Szene möglichst klar gespielt werden kann.

Materialien:

Keine

Vorbereitungen:

Keine

Ablauf

Tipp

Um die Improvisation etwas zu erleichtern, können Vorgaben gemacht werden. Die Szene kann beispielsweise einen Konflikt oder eine bestimmte Beziehung zwischen zwei Menschen darstellen.

Die Gruppe wird in mindestens drei Kleingruppen eingeteilt. Zwei Gruppen verlassen den Raum, die dritte Gruppe überlegt sich eine kurze pantomimische Szene.

Sobald die erste Gruppe bereit ist, wird die zweite Gruppe als Publikum dazugeholt. Diese schaut sich die Szene genau an und bittet anschließend die dritte Gruppe herein, um ihr wiederum die Szene vorzuführen. Die erste Gruppe bildet das Publikum. Die dritte Gruppe spielt die Szene dann ein letztes Mal vor – so wie sie sie erkannt hat. Am Ende wird gemeinsam überlegt, was sich die erste Gruppe gedacht haben könnte, ob die Anfangsszene noch erkennbar war oder wie man sie hätte erkennbarer darstellen können.

Anschließend wird gewechselt und eine andere Kleingruppe beginnt.

Varianten

Bei sprachlich stärkeren Gruppen ist es möglich, dieses Spiel etwas zu variieren. Die erste Gruppe spielt eine ganz normale Szene mit Ton vor einem kleinen Publikum. Eine weitere Kleingruppe wartet währenddessen vor der Tür. Nun wird die Kleingruppe hereingebeten und die erste Gruppe wiederholt die Szene stumm. Anschließend stellt die Kleingruppe, die zuvor draußen gewartet hat, diese Szene dar. Diesmal wird sie wieder mit Ton gespielt. Hierbei wird deutlich, ob die erste Gruppe die Szene so deutlich darstellen konnte, dass die zweite Gruppe sie ohne Probleme nachstellen konnte. In den meisten Fällen kommen jedoch zwei eher unterschiedliche Szenen dabei heraus.

Einblicke in die Praxis

Bezüge zur Sprachförderung

Kompetenzfelder

Sprechfertigkeit

Sprechfertigkeit: Obwohl Sprache keine vorrangige Rolle bei dieser Übung spielt, müssen die sich die Teilnehmenden doch kurz über eine Idee verständigen und aushandeln, welche Szene sie wie vorspielen möchten.

Das anschließende Spiel ist improvisiert und pantomimisch. Die Teilnehmenden müssen also keine Hemmschwelle überwinden, auf der Bühne zu sprechen und können trotzdem mitspielen.

Bezüge Film- und Theaterpädagogik

Dramaturgie

Geschichten entwickeln

Geschichten entwickeln: Die Teilnehmenden haben kurz Zeit, sich über eine Geschichte zu verständigen. Diese wird dann direkt auf der Bühne und vor einem geschützten Publikum vorgespielt, wiederholt und reflektiert.

Schauspiel

Improvisation

Improvisation: Bei dieser Übung bildet das improvisierte Spiel auf der Bühne eine bedeutende Rolle. Die Teilnehmenden verständigen sich kurz auf eine Geschichte und die unterschiedlichen Rollen und gehen im Anschluss daran gleich auf die Bühne, um die Szene zu spielen. Die beobachtenden Gruppen müssen aus diesem Impuls heraus eine Wiederholung der Szene improvisieren.

Zudem erfahren die Teilnehmenden, Details wahrzunehmen. Diese Fähigkeit ist im Schauspiel und im Film gleichermaßen wichtig.

Auch der Aspekt der Wiederholbarkeit steht im Fokus dieser Übung. Eine Filmszene muss wiederholbar sein, damit sie aus unterschiedlichen Kamerapositionen gefilmt werden kann.

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